Kirche St. Martin

Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek

Kirche St. Martin (1113)

Die kleine Kirche St. Martin (1113) überrascht durch die gewaltige Empor-Kanzel (1587) aus der Blütezeit der Eiderstedter Kultur: Die reichen Marschbauern machten in früheren Jahrhunderten den Geldbeutel weit auf. Zur Ausstattung der Kirche gehören eine Kreuzgruppe sowie ein Schnitzaltar aus der Reformationszeit (1450)

Die Kirche St. Martin

Die Kirche St. Martin in Vollerwiek [1113]

Kirche St. Martin (1113)

mit der Empor-Kanzel (1587) aus der Blütezeit der Eiderstedter Kultur.

Kirche St. Martin in Bildern

  • Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek
  • Die Kirche St. Martin in Vollerwiek [1113]
  • Eingangstür Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek
  • Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek / Ansicht vom Ehrenmal
  • Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek
  • Kirche St. Martin von 1113 in Vollerwiek Goldene Konfirmation ca. 1950

Die Kirche St. Martin wurde um 1113 erbaut und im Jahre 1888 nach Westen hin verlängert. Sie zeigt deutliche Spuren romanischer Zeit, was besonders an den Fenstern und dem Nordportal zu erkennen ist.

Besondere Beachtung verdient die Kanzel, die in Form einer Empore 1586/1587 erbaut wurde. Mit Korb, Schalldeckel, Treppe und Tür stellt sie ein stattliches Werk der Renaissance dar. Die Nordempore wurde 1613 erbaut. Die beiden dort befindlichen Brustbilder der Reformatoren Luther und Melanchthon sind sehr gute Kopien von Bildern des Lucas Cranach aus der Zeit um 1600.





(Kirchen Eiderstedts)



Der gotische Altar entstand um 1460. In den Seitenflügeln befinden sich die Figuren der zwölf Apostel. Temperamalereien des 17. Jahrhunderts zieren die Außenflächen der Seitenflügel. Seitlich des Altars stehen die Abendmahlsbänke aus dem Jahre 1663. Aus dem Entstehungsjahr der Abendmahlsbänke stammt auch die Triumphkreuzgruppe mit dem dazugehörigen Balken und den Stützen. Die Taufe, in gotischer Form gearbeitet, stammt aus Namur.

Die ,,reiche Zeit" Eiderstedts hat auch in dieser Kirche für eine komplette Ausstattung gesorgt. So ist der Beichtstuhl aus dem Jahre 1665, die Opfertruhe aus dem Jahre 1592.

Besonderes Augenmerk sollte man auf die Westempore, insbesondere den Nordflügel, lenken. Sie entstand im Jahr 1615 und zeigt wertvolle Malereien im Stil niederländischen Romanismus.

Die Kirche im Überblick:

  • Zeit der Entstehung: 1113, im 19. Jahrhundert westliche Erweiterung

  • Altar: um 1460, Rückseite: Gemälde des 17. Jahrhunderts

  • Kanzel: 1586/87, Emporenkanzel

  • Taufe: 15. Jahrhundert, Namurer Import

  • West- und Nordempore: 1613, Gemälde bedeutender Qualität mit alt- und neutestamentlichen Szenen

  • Bilder: Luther und Melanchthon, Kopie nach L. Cranachum 1600

  • Abendmahlsbänke: 1663

  • Triumphkreuzgruppe: 1663, mit zugehörigem Balken

  • Gestühlswangen: 1663

  • Gedenktafeln: 1759- 1779 mit Bauernmalerei, alt- und neutestamentliche Szenen

  • letzte Gesamt-Renovierungen: 1965, 1977 und 2010